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Tokio, 8.-10. November 2005 |
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Nachhaltigkeit. Systeme. Wissenschaft. Spiritualität. Dies sind die
Komponenten des "4-S Konzepts" welches der Präsident der Goi Friedens
Stiftung Hiroo Saionji beim Forum 2005 "Creating a New Civilization"
hervorbrachte. Die Goi Friedens Stiftung lud führende Denker aus allen
einschlägigen Gebieten ein um sich mit dem tief greifenden Dialog über
die "Erschaffung einer neuen Zivilisation" zu befassen. Unter ihnen
befand sich der frühere Präsident der Sowjetunion Michael Gorbatschow
und die Mitglieder des
World Wisdom Council.
Unter der Zuhörerschaft von mehr als 4000 Menschen befanden sich
Botschafter und andere angesehene Repräsentanten der Botschaften von 46
unterschiedlichen Ländern.
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Neue Visionen für die Politik, Ökonomie und für die zivile Gesellschaft
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Der Hauptredner war Präsident Gorbatschow, der 1990 den
Friedensnobelpreis erhielt und die Gorbatschow Stiftung sowie das Grüne
Kreuz International leitet. Herr Gorbatschow bemerkte: "Die Geschichte
entwickelt sich im Zuge der Gewalt und die Gefahr besteht dass wir in
unserem Bewusstsein zurückfallen." "Heute", so sagte er "brauchen wir
eine neue Denkweise für ein neues Jahrtausend, sowie neue Visionen für
die Politik, Ökonomie und für die zivile Gesellschaft. Die Zukunft muss
für uns alle existieren, ansonsten wird sie keiner von uns erleben."
schloss Gorbatschow seine Ausführungen ab.
Die 4-S Diskussion war in zwei Elemente eingeteilt: "Nachhaltigkeit
&. Systeme: Die Krise bewältigen" wurde von Peter D. Pederson einem
dänischen Firmenberater geleitet der die Organisation E-Squre Inc. für
ökologische Strategie gründete. Pederson fragte: "Besitzen wir die
Weisheit den richtigen Weg am Scheideweg der Zivilisation zu wählen?"
Während andere Diskussionsteilnehmer hoffnungsvolle Beispiele für
mögliche Lösungen anbrachten. Gorbatschow beschrieb, dass "das Problem
sich nicht in der Wissenschaft, sondern in der Kluft zwischen Worten
und Handlungen liegt." Das Konsumentenleitbild der westlichen
Gesellschaft hat sich selbst überlebt und es gibt keine angemessene
Vision von Seiten der Politik. "Ohne einen positiven Vorstoß der
zivilen Gesellschaft", legte Gorbatschow dar "wird die Politik sich
nicht ändern. Deshalb müssen wir die zivile Gesellschaft erheben." Die
Ökonomen Dr. Henderson und Kitagawa der Okuma School of Public
Management an der Waseda Universität stimmten herzlich zu, während die
Biologin Dr. Sahtouris anbrachte: "Meine Hoffnung für die Welt liegt in
der Investition in die jungen Menschen und deren Visionen für die
Zukunft."
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| Innerhalb von zehn Jahren eine existenzfähige Zivilisation |
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Der zweite Dialog, "Wissenschaft &
Spiritualität: Die nächste Stufe der menschlichen Evolution", wurde von
dem dynamischen Filmemacher und Direktor der Dokumentationsserie "Gaia
Symphony" Jin Tatsumura gefördert. Dr. Ervin Laszlo bemerkte
angemessen: "Das Thema ist nichts weniger als die Zukunft der
Gesellschaft. Die folgende Evolution der Menschheit wird von einer
neuen Annäherung zwischen der Wissenschaft und der Spiritualität
abhängig sein." Er prognostizierte, dass "wir innerhalb von zehn Jahren
eine existenzfähige Zivilisation durch das Aufkommen einer neuen
Spiritualität erschaffen können. Wenn eine kritische Masse von Menschen
dieses Niveau des Bewusstseins erreicht, dann werden diese
Veränderungen in der gesamten zivilen Gesellschaft zum Tragen kommen."
Der Kabbalist Prof. Michael Laitman war einer der
Redner, der auf die Zuhörer beim öffentlichen Forum dieser
Veranstaltung zuging. Er beschrieb: "Der Grund für all die Krisen ist
der menschliche Egoismus der sich in jeder Generation erhöht. Wir
können diesen Egoismus jedoch nicht direkt bekämpfen und Menschen dazu
zwingen einander zu lieben. Wir können Liebe nicht erzwingen. Deshalb
müssen wir die Kraft der Gesellschaft einzeln nutzen. Jeder Mensch wird
in höchstem Masse von der Gesellschaft beeinflusst: jeder von uns will
den Respekt der Gesellschaft und jeder ist von den Meinungen der
Gesellschaft beeinflusst. Wenn wir es schaffen, dass die angesehenste
Sache der Welt das Geben sein wird und mehr angesehen sein wird als
alle anderen Handlungen des menschlichen Wesens, dann werden die
Menschen geben wollen, sie werden alle beschenken und teilen wollen, da
alle den Respekt der Gesellschaft genießen wollen. Wir müssen zusehen,
wie wir alle Belohnungen in der Gesellschaft ausstreichen und verwerfen
können. Bis auf eine: Die Annerkennung des Beitrags eines Menschen zur
Gesellschaft. Wenn wir also auf einen Menschen deuten und sagen werden,
dass dieser Mensch anderen gibt, dies die größte Belohung von allen
sein wird. Dies wird die Menschen dazu veranlassen einander zu geben
und einander zu lieben, da wir sehen wie die Gesellschaft Menschen
beeinflusst denke ich, dass wir dies vollbringen können und hoffe dass
wir gemeinsam eine neue Zivilisation erschaffen können."
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| Das Erblühen einer höheren Form der Zivilisation |
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Nachhaltigkeit. Systeme. Wissenschaft. Spiritualität. Nebst diesen
Säulen erforschte das Forum 2005 "Erschaffung einer neuen Zivilisation"
die Fragen, die an diesem kritischen Punkt in der Geschichte unserer
Welt am wichtigsten sind. Die Deklaration von Tokio ruft uns alle auf
"das Erblühen einer höheren Form der Zivilisation zu fördern und zu
beschleunigen, welche die globale Weisheit der Menschen verkörpert um
Generationen die nun leben dazu zu befähigen eine neue Welt zu
erschaffen in welcher die gesamte Menschheit einher mit der Natur auf
diesem Planeten in Harmonie gedeihen kann.
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